Bericht von Dr. Manfred Klier
Mit großer Verwunderung reagierte die SPD-Marktgemeinderatsfraktion auf die Ankündigung von Bürgermeister Wittmann, dass schon jetzt der Wahlkampf für die Marktratswahl 2008 beginne. „Die SPD werde sich daran nicht beteiligen. Wir möchten der Mantler Bevölkerung keine zwei Jahre Wahlkampf zumuten. Wir werden weiterhin Sachpolitik zum Wohle Mantels betreiben und nicht bereits jetzt in Wahlkampfhektik verfallen“, so Fraktionssprecher Dr. Manfred Klier. Es stünden wichtige Sachentscheidungen an. So müsse endlich das seit Jahren brachliegende Baugebiet Hüttener Straße einer Nutzung zugeführt werden, im Gewerbegebiet müssten Firmen angesiedelt werden und in Steinfels müsse sich mehr bewegen, damit der Markt nicht auf einem riesigen Schuldenberg sitzen bleibe, der die Investitionsmöglichkeiten Mantels massiv einschnüre. Dass der Steinfels-Ausschuss vor 2002 12 mal getagt habe, wie Bürgermeister Wittmann kritisierte, zeige, so Klier, dass die damalige Gemeinderatsmehrheit sehr kreativ nach guten Lösungen für das Areal suchte. Leider wurde von den damals mit Fachleuten erarbeiteten Lösungsvorschlägen nach 2002 kaum etwas umgesetzt. Es käme jetzt darauf an, so Marktgemeinderätin Zwerenz, die damaligen Überlegungen wiederaufzunehmen und umzusetzen, wie dies beispielsweise vorbildlich in Grafenwöhr geschehe.
Den Verlust der Teilhauptschule auf Veränderungen in der Schulorganisation in den Jahren 1972/73 zu schieben, wie dies Bürgermeister Wittmann mache, sei schon abenteuerlich, so Markträtin Andrea Bertelshofer. Seitdem seien über 30 Jahre ins Land gegangen. Außerdem wisse doch jeder in Bayern, dass die Schließung der Teilhauptschulen direkt mit der Einführung der auch von der Mantler CSU befürworteten R 6 zusammen hänge. Außerdem hätte die Mantler CSU lange die Gefahr einer Schließung der Teilhauptschule abgestritten. Die SPD sei hier lange der „Rufer in der Wüste gewesen“. Schade, so Bertelshofer, dass wir nicht bereits viel früher gemeinsam reagieren konnten.
Nichts desto weniger, so Marktgemeinderat Hermann Staufer, sei die SPD auch weiterhin an einem gutem Einvernehmen mit den anderen Parteien im Marktgemeinderat interessiert. Sachentscheidungen sollten über Wahlkampfpolemik stehen, nur das bringe den Markt voran.
Quelle: Der Neue Tag






