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Grünes Licht für Betreutes Wohnen

Das Jahr 2010 begann für den Mantler Marktrat mit einer kurzen, aber inhaltlich sehr positiven Sitzung: auf der Tagesordnung stand der Antrag des Architekturbüros Hautmann, Vollath aus Weiden auf Änderung des Flächen- nutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans für die Grundstücke in der Turnhallensiedlung gegenüber der ehemaligen Firma Langner, jetzt Forster.

Dort soll ein soziales Zentrum für Betreutes Wohnen mit 108 Betten entstehen. Vertreter aller Marktratsfraktionen begrüßten dieses Vorhaben sehr, weil einerseits den Mantlern die Möglichkeit geboten wird, im Fall von Pflegebedürftig- keit im Ort zu bleiben und nicht nach Gmünd oder Weiden umziehen zu müssen und weil andererseits eine große Zahl neuer Arbeitsplätze geschaffen würde.

SPD-Fraktionssprecher Manfred Klier bat darum, möglichst bald mit der TSG Mantel-Weiherhammer zu sprechen, die der direkte Nachbar der Anlage ist. Dies sagte Bürgermeister Wittmann zu.

Der Sprecher der Freien Wähler, Franz Sperl, fand zwar die Idee prinzipiell gut, kritisierte jedoch, dass die Lage zu weit außerhalb des Ortes dazu führen würde, dass die Bewohner vom Ortsleben isoliert würden. Unterstützt wurde er von seinem Kollegen Friedrich Janner, der ein Seniorenzentrum lieber in der Ortsmitte sehen würde. Von der Turnhalle aus nach Mantel hinein schauen zu müssen, ohne womöglich dorthin zu kommen, erachtete er als unzumutbar für pflegebedürftige Mantler Bürger.

Daraufhin führte Daniela Fuhrmann (SPD) aus, dass diese Entfernung durch einen Hol- und Bringdienst leicht überbrückbar sei und Siegfried Janner (CSU) regte an, dass den Senioren, die noch rüstig genug sind, um zu Fuß oder mit dem Rad nach Mantel zu gelangen, durch den Bau eines Fuß- und Radwegs geholfen werden könnte. Hier sei die Marktgemeinde gefordert, die nötige Infrastruktur zu schaffen. Außerdem fahre ja auch der Linienbus, so Janner.

Bernhard Weigl (SPD) brachte die Diskussion schließlich auf den Punkt, indem er das Projekt „Betreutes Wohnen in der Turnhallensiedlung“ als einen „Lottogewinn“ für Mantel bezeichnete. Seiner Ansicht nach ist wegen des Anfahrts- und Lieferverkehrs eine Lage etwas außerhalb sogar günstiger als in der Ortsmitte, wo ja zudem derzeit gar kein geeignetes Grundstück zur Verfügung steht.

All diese Argumente hinderten die Freien Wähler jedoch nicht daran, bei der Abstimmung gegen den Antrag zu stimmen: mit 13 zu 3 Stimmen gab demnach der Marktrat grünes Licht für ein zukunftsweisendes Projekt, dem wir gutes Gelingen und viel Erfolg wünschen.

Anschließend übernahm 2. Bürgermeister Stephan Oetzinger den Vorsitz und Josef Wittmann bei den Zuhörern Platz, denn es ging um die Beschaffung eines PKW für den 1. Bürgermeister. Ein Weidener Autohaus bietet den Kommunen für Bürgermeister und Landräte günstige Leasing-Konditionen an. Das Fahrzeug muss auf den Markt zugelassen werden. Nach kurzer Beratung wurde die vorher ausgearbeitete Vereinbarung zwischen dem Markt Mantel und dem 1. Bürgermeister Josef Wittmann einstimmig angenommen. Sämtliche entstehenden Kosten trägt der Bürgermeister selbst. Der neue Dienstwagen ist lediglich auf den Markt Mantel zugelassen. Dienstliche Fahrten werden gesondert abgerechnet und es entsteht dem Bürgermeister kein geldwerter Vorteil.

Nachdem Wittmann wieder den Vorsitz übernommen hatte, lud er im Namen der Krieger-, Soldaten- und Reservisten- kameradschaft zu deren Jahreshauptversammlung am 07.03.10 ein.

Friedrich Janner fragte wegen der Erdaufschüttungen hinter der evangelischen Kirche nach. Der Bürgermeister antwortete, dass sich am Kirchenrangen das Erdreich gesenkt habe und das Gefälle dadurch ausgeglichen werden soll. Janner bemängelte, wie auch Bernhard Weigl und Daniela Fuhrmann, dass über solche Maßnahmen der Marktgemeinderat in Zukunft vorab informiert werden sollte.

Daniela Fuhrmann
Markträtin