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Neues Jahr - Neue Straße für Steinfels

Die Planung der neuen Gemeindeverbindungsstraße in Steinfels nahm in der Marktratssitzung am 3. Februar, der ersten im Jahr 2009, breiten Raum ein.

In einer detaillierten PowerPoint-Präsentation stellte Herr Dipl.-Ing. Herbert Käs vom Ingenieurbüro Kohl & Partner aus Weiden den Vorentwurf für den geplanten Ausbau vor. Die 3 km lange Strecke von der Staatsstraße NEW21 führt an der Fa. Bergler vorbei nach Steinfels, von dort zum Asphaltmischwerk und endet an der Verbindungsstraße nach Hütten. Die beiden Brücken über den Flutkanal und die Haidenaab werden so ausgebaut, dass sie 60 t tragen können. Von der NEW21 bis zum Flutkanal wird neben der Straße ein Radweg verlaufen, der direkt in den vom Wasserwirtschaftsamt entlang der Haidenaab gebauten Radweg mündet.

Das Projekt umfasst 3 Bauabschnitte, die in einem Zug durchgeführt werden sollen. Baubeginn könnte im Juni 2009 sein, Bauende evtl. schon im Dezember 2009.

Insgesamt wird die Baumaßnahme etwa 2 Mio. Euro kosten, wobei zwischen 45% und 50% Fördergelder aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierunggesetz (GVFG) kommen dürften. Ob es weitere Zuschüsse aus anderen Programmen geben wird, bleibt momentan noch abzuwarten. Die Finanzierung läuft über 3 Jahre: 3 Jahre, in denen der Haushalt des Marktes Mantel nur noch wenig Spielraum für andere Vorhaben zulassen wird.

Für die vorgeschriebene Erstellung des landschaftspflegerischen Begleitplans für die neue Straße gibt die Gemeinde 4.200 Euro aus.

Einem Bauantrag wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Ebenso dem Antrag des Insolvenzverwalters der Fa. Eduard Wittmann, der in der Gemarkung Steinfels durch den Abbau von Sand und Kies ein Gewässer entstehen lassen wird. Hier lag den Markträten das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung vor: es soll nach dem Kiesabbau ein 13 ha großes Gewässer mit renaturierten Uferbereichen und einer aufgeschütteten Insel in der Mitte entstehen.

Zur Änderung des Bebauungsplanes „St. Moritz“ waren Stellungnahmen sowohl von Anliegern als auch von seiten des zuständigen Baujuristen des Landratsamtes eingegangen. Letzerer hielt es für notwendig, durch ein förmliches Genehmigungsverfahren, das die öffentliche Auslegung der Pläne, die Anhörung der Träger öffentlicher Belange und Bürgerbeteiligung vorschreibt, Rechtssicherheit für Bürger und Behörden herzustellen. Ursprünglich hätte nach dem Willen des Bürgermeisters ein vereinfachtes Verfahren greifen sollen.

Als Übergangslösung wollte der Fraktionssprecher der CSU, Johann Gurdan, die Anschaffung eines Wohncontainers für den Bauhof verstanden wissen. Hintergrund ist der schon seit Jahren bestehende Missstand, dass die Bauhofarbeiter keinen geeigneten Sozialraum im Rathaus haben. Die Berufsgenossenschaft bestand bei einer Prüfung nun auf einer Lösung, die durch die Anschaffung eines günstigen, gebrauchten Containers mit Strom- und Wasseranschluss, Waschbecken, Toilette, etc. zum Preis von 4.730 Euro endlich gefunden und auch einstimmig beschlossen wurde. Warum Herr Gurdan dann glaubte, in diesem Zusammenhang ausgerechnet die SPD-Fraktion an ihre Herkunft aus der Arbeiterbewegung erinnern zu müssen, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Wir waren sofort für diese pragmatische Lösung und sehen uns selbstverständlich auch für die Arbeitsbedingungen der Angestellten und Beamten in unserem Rathaus in der Verantwortung.

Zum Schluss der öffentlichen Sitzung wurde Bürgermeister Wittmann dazu ermächtigt, eine Bauvoranfrage wegen einer Fertigungshalle für Metallteile im Gewerbegebiet Luderhäusl in laufender Verwaltung zu erledigen. Außerdem rief der Bürgermeister die Markträte wie auch die Bevölkerung dazu auf, am Samstag, den 7. Februar 2009 ab 12.00 Uhr am „Fest der Demokratie“ beim Alten Rathaus in Weiden teilzunehmen.

Erfreut nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass sich für die Rauchmelder für Neugeborene ein Sponsor aus Mantel gefunden hat: die Fa. Hofmann Elektro GmbH ist bereit, im Jahr 2009 jedem neugeborenen Manteler Baby einen unter Umständen lebensrettenden Rauchmelder zu spendieren. Herzlichen Dank hierfür!

Daniela Fuhrmann
Markträtin