20.01.2004

Tagesordnungspunkte und Abstimmungsergebnisse


Von 17 Mitgliedern (incl. BGM) anwesend

10   

291.

Bauantrag Werner Edith und Thomas Rendl; Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in der Sophie-Scholl-Straße 5

10   
     

292.

Bauantrag Böhm Petra; Neubau eines Wohnhauses als Dreiseithof mit Doppelgarage in der Sophie-Scholl-Straße 8 und 10

10   
     

293.

Bauantrag Lindner Thomas und Claqudia; Einfamilienwohnhausneubau mit Doppelgarage in der Lessingstraße 4

10   
     

294.

Bauvorhaben Behrend Markus und Uta; Errichtung einer Doppelgarage mit Pultdach in der Lessingstraße 4

10   
     

295.

Bauantrag Seidel Andrea und Martin; Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in der Sophie-Scholl-Straße 15

10   
     

296.

Änderung Flächennutzungsplan für Ortsteil Steinfels; Behandlung der Anregungen und Bedenken

10   
     

297.

Aufstellung Bebauungsplan für Ortsteil Steinfels; Behandlung der Anregungen und Bedenken

10   
     

298.

Aufstellung Bebauungsplan für das Gewerbegebiet "Luderhäusl"; Behandlung der Anregungen und Bedenken

10   
     

Historische Funde und neue Kabel - Marktrat behandelt Anregungen von Fachstellen zum Bebauungsplan Steinfels und zu "Luderhäusl"

Hauptthema der Marktratssitzung am Dienstag war die Behandlung von Anregungen und Bedenken der verschiedensten Behörden zum Baugebiet in Steinfels für die Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan und zum Gewerbegebiet "Luderhäusl". In Steinfels wird ein Areal mit einer Fläche von 55000 Quadratmetern entlang der Gemeindeverbindungsstraße bebaut.
Das Gelände wird in 23 Parzellen aufgeteilt. Darauf sollen nach dem Willen der Investoren Michael Scheiber und Ernst Lex 46 Doppelhaushälften entstehen. Architekt Alfred Würfl aus Weiden beriet den Marktrat bei der Behandlung von Einwänden.

Das Gremium akzeptierte die Anregungen der Regierung der Oberpfalz. Das Landesamt für Denkmalpflege vermutet ein Auftreten archäologisch interessanter Funde, eventuell aus dem frühen Mittelalter. Bei Bedarf muss deshalb ein Erlaubnisverfahren eingeleitet werden. Die Anregung des Kreisbaumeisters zur Umwandlung des Industrie- in ein Wohngebiet wird befolgt. Das Landesamt für Denkmalpflege wünscht 50 Meter Abstand der Häuser zum Schloss. Die Wohnungen dürfen nur über Erdgeschoss und Dachgeschoss verfügen.

Wände gut abdichten

Wenig begeistert waren die Räte über den Einwand der Telekom, je nach Gegebenheit auf Erdverkabelung zu verzichten. Laut Forstamt Pressath wären zwei Häuser im Fallbereich großer Eichen gestanden. Dies hat der Architekt bereits geklärt. Ein Haus wurde zurückgesetzt, eine Parzelle bleibt unbebaut. Den Vorschlag der Regierung für ein vereinfachtes Straßensystem, übernahmen die Manteler. Somit entstehen 1000 Quadratmeter weniger versiegelte Fläche. Beim Bebauungsplan gab es fast die gleichen Empfehlungen der Behörden wie für den Flächennutzungsplan. In Wendehämmern soll es Parkverbote geben.

Bei der Erschließung und bei den Bauten ist laut Landratsamt und Technischem Umweltschutz auf Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen zu achten. Ein wasserrechtliches Verfahren ist nötig, bevor das Niederschlagswasser in die Haidenaab geleitet werden kann. Das Wasserwirtschaftsamt schlägt den Bauherren vor, die Kellerwände mit wasserdichtem Beton zu bauen und Kellerschächte gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen.

Josef Schieder vom Ingenieurbüro Zwick erklärte die Situation beim Gewerbegebiet "Luderhäusel". Hier entstehen 14 Parzellen mit einer unterschiedlichen Größe von 1500 bis 4800 Quadratmetern. Die vom Straßenbauamt gewünschte Option für eine Nordumgehung von Mantel wird nicht aufrecht erhalten, da sogar der Landkreis schon wieder entsprechende Grundstücke verkauft hat, weil die Nordumgehung ja nicht mehr in Frage kommt.

Daneben werden Anregungen der Unteren Naturschutzbehörde und der Regierung zum Brand- und Katastrophenschutz befolgt. Das Forstamt Pressath wünscht sich einen Grenzabstand zum benachbarten Wald von 25 Metern. Dies ist nicht überall möglich. Hier kann jedoch beim Verkauf der Grundstücke durch eine Haftungsfreistellung für das Forstamt Abhilfe geschaffen werden.

Bauanträge in Ordnung

Bürgermeister Josef Wittmann wünschte sich, dass die beiden Bebauungspläne so schnell wie möglich rechtskräftig werden, damit die für Mantel wichtigen Baumaßnahmen anlaufen können. Grünes Licht erhielten die Bauanträge von Werner, Edith und Thomas Rendl, Petra Böhm, Thomas und Claudia Lindner, Markus und Uta Behrend sowie Andrea und Martin Seidel.

Marktrat Siegfried Janner (CSU) regte ein ausführliches Informationsblatt über Gemeindeangelegenheiten an, das die Bürger vierteljährlich erhalten.

Quelle: Tageszeitung "Der neue Tag" vom 22.01.2004