17.04.2007

Tagesordnungspunkte und Abstimmungsergebnisse


Von 17 Mitgliedern (incl. BGM) anwesend


663.

Bauantrag Matthias Kohl; Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage auf Flur Nr. 298 Gemarkung Mantel

     

664.

Erneuerung Gemeindeverbindungsstraße Rupprechtsreuth; Abschluss eines Ingenieurvertrags

     

665.

Oberflächensanierung der Weinstraße; Auftragsvergabe

     

666.

Zuschussantrag der Volksschule Weiherhammer

     

667.

Aufstellung von zusätzlichen Grünabfallcontainern

     

668.

Antrag auf Durchführung einer Beach Party

     

Zoff um fehlende Verschwiegenheit - Punkte aus nichtöffentlicher Sitzung sogar im Internet - Bürgermedaille für Pfarrer Hermann Kellner

Die Jahreshauptversammlungen der Parteien boten auch in der Marktratssitzung noch Diskussionsstoff. SPD-Sprecher Dr. Manfred Klier ging dabei auf den Vorwurf der CSU ein, die SPD habe Betriebsansiedlungen blockiert: "Seit 29 Jahren gibt es einen CSU-Bürgermeister und meist auch eine CSU-Mehrheit im Marktrat. Wie soll da die SPD etwas blockieren können?"
Michael Scheiber konterte, dass es auch der Opposition zuzuschreiben sei, dass die Firma Bergler ihre Verwaltung nicht nach Mantel verlegt habe. Gegen diesen Vorwurf wehrten sich sowohl SPD als auch Freie Wähler. Klier regte an, für das Gewerbegebiet "Luderhäusl" in Zeitunsbeilagen zu werben.

Auch anderes stieß einigen Räten sauer auf. Scheiber gefällt es nicht, dass Tagesordnungspunkte aus der nichtöffentlichen Sitzung an die Öffentlichkeit kommen, und Ernst Heisl (CSU) wunderte sich, dass einige Details sogar auf Internetseiten erscheinen. Offizieller machte es Bürgermeister Josef Wittmann. Er gab Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Zusammenkunft bekannt: Pfarrer Hermann Kellner soll die Manteler Bürgermedaille bekommen. Die Gemeinde kauft überdies vom Wasserwirtschaftsamt einen Weg in Steinfels. Der Markt hat außerdem einen Ingenieurvertrag für die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße Rupprechtsreuth mit dem Ingenieurbüro Kohl abgeschlossen. Der Auftrag für die Oberflächensanierung der Weinstraße ging an die Firma Hans Braun aus Rothenstadt.

Ja zu Beach-Party

Die Klasse 8 b der Volksschule Weiherhammer fährt zu einem dreitägigen Seminar in die Stützelvilla. Die sieben Manteler Schüler bekommen einen Zuschuss von 2,50 Euro je Schüler und Aufenthaltstag. Zusätzliche Grüncontainer werden in Rupprechtsreuth, Steinfels, Turnhallensiedlung, Hüttener Straße und "Winteräcker" aufgestellt. Die Container werden vom 15. Juni bis 30. August abgezogen und ab 31. August nochmals platziert. Als günstigste Bieterin erhielt die Firma Bergler den Auftrag.

Einig war sich das Gremium auch, eine Beach-Party zu genehmigen, die um 20 Uhr beginnen und gegen 2 Uhr enden soll. Das Gelände wird eingezäunt. Ein Sicherheitsdienst ist vor Ort. Die Gemeinde erhält ihre Gebühren, Platzmiete und Kaution. Auch der Feuerwehreinsatz wird bezahlt. Allerdings muss sich der Veranstalter mit einem Ausweichtermin am 28. Juli oder Anfang August anfreunden, da er sonst mit einer Veranstaltung auf dem VfB-Gelände in Konflikt kommt. Alle Markträte waren sich einig, dass Manteler Veranstaltungen Vorrang haben. Außerdem wollen sie mit dem Veranstalter besprechen, ob er eventuell auf den Verkauf hochprozentiger Spirituosen verzichten könnte.

Zurückgestellt wurde der Bauantrag von Matthias Kohl, da noch eine Änderung des Bebauungsplans aussteht. Rita Steiner (CSU) reklamierte tiefe Löcher im Straßenbelag im Bereich des Wendehammers am Brückenweg. Anton König (Freie Wähler) sprach erneut die Parksituation am Badeweiher an. Dazu erklärte der Rathauschef, dass die Parkflächen noch extra gekennzeichnet und große Verkehrsschilder angebracht werden. Dann wird es einen Ortstermin mit Polizei und BBV geben. Der betroffene Landwirt erhält Informationen, was er unternehmen kann, wenn er trotzdem bei der Durchfahrt behindert wird.

In der nächsten Sitzung wird es auf Wunsch Königs eine Information über die Wasserversorgung der Brunnen eins und zwei geben. Franz Sperl (FWG) regte an, wegen der Brandgefahr am Baggerweiher offenes Feuer zu verbieten.

Beliebte Wohngemeinde

Andrea Bertelshofer (SPD) hatte sich von der Verwaltung die Zuzugszahlen besorgt und wies darauf hin, dass 419 Neuzuzüge seit 2001 beweisen, dass Mantel als Wohngemeinde sehr attraktiv ist. Scheiber erklärte, dass es bei der Diskussion um die Wegzüge von Familien mit Kindern in der vorherigen Sitzung eigentlich um die Schulsituation gegangen sei, und Matthias Kohl (CSU) stellte den Antrag, dass in der nächsten Sitzung eine genaue Statistik über Zu- und Wegzüge und die Entwicklung der Einwohnerzahlen vorgelegt wird. Heisl erwähnte, dass es auch in Steinfels neue Einwohner gebe.

Quelle: Tageszeitung "Der neue Tag" vom 19.04.2007