28.07.2009
Mehr Ordnung am Badeweiher - Marktrat beschließt Nutzungsvorschrift - Kindergartenbeiträge steigen leicht - Schulvertrag gekündigt
Trotz des schönen Sommerabends zeigten ausnehmend viele Zuschauer Interesse an der Marktratssitzung. Zur Änderung des Bebauungsplanes St. Moritz lagen verschiedene Stellungnahmen vor. Die Mehrheit entschied sich für eine Traufhöhe von drei Metern. Bei den Baulinien und Dachformen wurde den Einwänden nicht stattgegeben.
Einig waren sich die Markträte, den Schulvertrag mit Weiherhammer zum 31. Juli 2010 zu kündigen. Durch die Bautätigkeit in der Nachbargemeinde kämen auf Mantel 60 Prozent höhere Kosten zu. Franz Sperl (Freie Wähler) reklamierte, dass es dazu am 18. Juni eine Besprechung gegeben habe, der Marktrat in der Sitzung am 23. Juni aber nicht darüber informiert worden sei, sondern von der Problematik aus der Zeitung erfahren habe. Hans Gurdan (CSU) führte aus, dass derzeit die Kosten je Hauptschüler 1.600 Euro betragen und dann auf 3.000 Euro steigen könnten. Offene Türen bei allen Fraktionen rannten die Freien Wähler mit dem Antrag auf Erlass einer Benutzungsordnung für den Badeweiher ein. Er ist vor allem bei Auswärtigen so beliebt, dass viele Manteler dort auf ein Badevergnügen verzichten.
Wie Bürgermeister Josef Wittmann erklärte, werde derzeit auch bei beantragten Feiern eine Kaution von 100 Euro erhoben und nur zurückbezahlt, wenn der Platz sauber verlassen wird. Eine Beach-Party will er am Weiher aber nicht mehr genehmigen. Zusätzlich ist am Badeplatz ab 22 Uhr Grillen verboten. Ferner ist die Nachtruhe einzuhalten.
Fünf Euro mehr im Monat
Notwendig war auch die Erhöhung der Elternbeiträge für das Kinderhaus, die Daniela Fuhrmann von der SPD als moderat bezeichnete. Auch Ernst Heisl und Hans Gurdan (CSU) sehen dies so. Der Beschluss erging einstimmig. Die Kosten für einen Normplatz mit vier Stunden Betreuung am Tag erhöhen sich um fünf Euro pro Monat.
Zum Start des Kindergartenjahres 2010/11 werden die sieben bisher als Bedarf anerkannten Plätze im Kindergarten St, Josef in Hütten gekündigt. Da die Nato-Angehörigen keinen Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze haben und das Kinderhaus St. Elisabeth zu dieser Zeit eventuell auch freie Kapazitäten hat, erscheint diese Maßnahme wirtschaftlich.
Bernhard Weigl sprach den NT-Artikel „Städtebauförderung aus Eis“ und die Reaktion von Hans Gurdan, ebenfalls im Neuen Tag, an. Weigl stand zu seinen Aussagen: „Kritik ist schwer zu vertragen.“ Das Sanierungsgebiet sei groß, man könnte viele kleinere Maßnahmen machen - in Mantel laufe die Städtebauförderung nicht optimal. Gurdan konterte, dass Weigl dem Rathaus Untätigkeit vorgeworfen habe. Damit seien Bürgermeister, Verwaltung und auch der Marktgemeinderat gemeint, in dem auch Weigl sitze und aktiv für die Städtebauförderung arbeiten könne. Weigl wünschte sich, dass die Sache wieder gezielter angegangen werde.
Verhängnisvolles GPS
Sperl wies darauf hin, dass Lastwagen, die zur Firma Forster wollen, von ihrem Navigationssystemen durch die Naabstraße gelotst werden und dann hängen bleiben. Das soll durch Hinweisschilder angestellt werden. Andrea Bertelshofer sprach das Problem der vollgelaufenen Keller bei den letzten Niederschlägen an. Sie wünscht sich eine Informationsveranstaltung für die Bürger, wie das Problem behoben werden kann. Richard Kammerer (CSU) erklärte, dass die Rückstauklappen zweimal jährlich gewartet und eingefettet werden müssten, damit sie funktionieren.
Quelle: Tageszeitung „Der neue Tag“ vom 31.07.2009






