27.07.2010

Gelbes Licht spart - Knapp 8000 Euro weniger Stromkosten in Mantel

Der Markt Mantel stellt die Straßenlaternen auf energiesparende Leuchtmittel um. Markus Windisch, Kommunalbetreuer der Eon Bayern, stellte die Maßnahme im Detail vor.

Die Energieeinsparung ist enorm. Im Bereich des Markts und seiner Ortsteile sorgen 468 Straßenlampen für eine gute Ausleuchtung der Straßen und Wege. Diese Laternen verbrauchen jährlich 136.556 Kilowattstunden Strom. Die neuen Energiespar-Lampen kommen mit 79. 279 Kilowattstunden aus. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von 57.277 Kilowattstunden, umgerechnet 42 Prozent, also 7934 Euro weniger, die den Haushalt belasten, erläuterte Windisch.

Zudem werden durch die Maßnahme rund 30 Tonnen jährlich an Kohlenstoffdioxid eingespart. In den vergangenen Wochen hat Eon Zug um Zug alte Quecksilberdampflampen durch gelbleuchtende Natriumdampflampen ersetzt und neuartige Reflektor-Leuchtstofflampen eingesetzt. Darüber hinaus haben die Arbeiter die Leuchtkörper gereinigt und drei Straßenleuchten komplett erneuert. Die Umrüstkosten belaufen sich auf 17.042 Euro. Durch die eingesparten Stromkosten macht sich die Aktion in drei Jahren bezahlt.

Quelle: Tageszeitung „Der neue Tag“

Weiherhammer verlangt zu viel - Mantel wehrt sich gegen 2500 Euro Schulgeld pro Kind - Alter Vertrag bleibt vorerst in Kraft

Nur wenige Punkte gab es in der Sitzung des Marktrats am Dienstag zu besprechen. Da der Schulvertrag hinsichtlich der Hauptschule Weiherhammer zum 31. Juli 2010 gekündigt war, bestand nun Handlungsbedarf. Bei den Vertragsverhandlungen mit Weiherhammer stellte sich die Nachbargemeinde ein Schulgeld von 2500 Euro jährlich je Kind vor. Das war den Mantelern deutlich zu viel.

Friedrich Janner
von der FWG erklärte, dass Mantel gestraft worden sei, indem der Ort die Teilhauptschule verloren habe und das nun geforderte Schulgeld deutlich über dem Landesdurchschnitt liege. Betroffen sind auch Etzenricht und Kohlberg. Franz Sperl (FWG) bedauerte, dass Mantel auch nur einen Vertreter im Schulverband stellen darf. Dies richte sich leider nach den Schülerzahlen, sagte stellvertretender Bürgermeister Stephan Oetzinger.

Mantel hat 48 Schüler in Weiherhammer, doch erst ab 51 Kindern gibt es einen zweiten Vertreter. Als Kompromiss wurde der alte Schulvertrag um ein Jahr verlängert. Demnach ist ein Schulgeld von 1950 Euro je Manteler Schüler fällig.

Problem Zeitdruck

Dr. Manfred Klier
(SPD) signalisierte seine Zustimmung mit der Vorgabe, dass bei den nächsten Verhandlungen versucht werde, wieder die bisherige Vergütung von 1850 Euro jährlich anzustreben. Das Gremium stimmte zu, weil auch die Zeit drängte. Es soll aber bereits im September über den Anschlussvertrag verhandelt werden, um nicht mehr so unter Zeitdruck zu geraten.

Bei der energetischen Sanierung des Rathauses erhielt Bürgermeister Josef Wittmann die Ermächtigung für die Auftragsvergabe der neuen Fenster. Wegen der hohen Baupreise soll die Ausschreibung für Heizung und Lüftung auf Winter oder Frühjahr verschoben werden. Wegen der staatlichen Zuschüsse müssen die Arbeiten aber am 31. Dezember 2011 abgeschlossen sein.

Sperl reklamierte wieder einmal den Zustand des Waldwegs zum Spielplatz, "eine Zumutung." Klier fragte, ob noch Gefahr wegen der Granatenfunde im Badeweiher bestehe. Laut Wittmann sei die Sache etwas schleierhaft gewesen, doch bei guter Sicht bis zwei Meter Tiefe sei bisher weiter nichts entdeckt worden. Rita Steiner (CSU) regte eine Ersatzpflanzung von Bäumen in der Bonhoefferstraße an. "Grün ist Leben, und momentan ist das eine tote Straße."

Siegfried Janner (CSU) bat, im nächsten Haushalt Mittel für den neuen Putz am Feuerwehrhaus bereit zu stellen. Klier regte eine Bauausschusssitzung mit Schwerpunkt "Winteräcker" an. Der Bürgermeister erklärte, dass im August sowieso der gesamte Gemeinderat zu einer Besichtigung der Arbeiten an der Gemeindeverbindungsstraße Steinfels eingeladen werde. Dabei könne auch alles weitere besprochen werden.

Unschöne Ablagerungen

Ingrid Zwerenz erklärte, dass die SPD den Fuhrlohn zahlen würde, wenn die Gemeinde feineren Stand an den Baggerweiher bringen würde. Daniela Fuhrmann (SPD) reklamierte noch den Zustand im Industriegebiet, wo Ablagerungen auf Grundstücken das Bild störten. Außerdem wären dort alte Türen widerrechtlich einfach verbrannt worden.

Die Gemeinde will sich schriftlich an die betroffenen Grundstückseigentümer wenden und notfalls Anzeige erstatten.

Quelle: Tageszeitung „Der neue Tag“