Bürgerenergie Oberpfalz Nord (BE-ON)
Interessante Informationen zur „Bürgerenergie Oberpfalz Nord (BE-ON)“ boten die beiden ehrenamtlichen Vorstände Ralf Möhrle und Harald Voit den Mantler Zuhörern bei einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins.
Die Mantler SPD, so Vorsitzende Andrea Bertelhofer, habe sich schon lange vor dem schrecklichen Atomunfall in Fukushima der Energiewende verschrieben. Diese müsse auf erneuerbaren Energien aufbauen.
Die BE-ON, so die beiden Referenten, bestehe seit Ende 2010 und habe bereits vier kommunale Einrichtungen in Weiden und Pirk mit Photovoltaikanlagen bestückt. Auf eine entsprechende Frage hin führten die Referenten aus, das die BE-ON eine rein genossenschaftliche Vereinigung sei. Jeder Interessierte könne einen Geschäftsanteil in Höhe von 960 Euro zeichnen, 40 Euro würden als Verwaltungsausgaben-Aufschlag hinzukommen. Bei Kündigung der Mitgliedschaft bekomme man die 960 Euro-Einlage wieder ausbezahlt. Die Rendite betrage ca. 4 %. Innerhalb kurzer Zeit wären durch die Bürgerinnen und Bürger bereits 210.000 Euro an Anteilen gezeichnet worden. Mitmachen könne jede Privatperson oder auch juristische Personen.
Die Mindestgröße der Photovoltaikanlagen betrage 15 KW, also etwa 120 qm;. Die Dächer, die bestückt werden, sollten bis 45 Grad Steigung besitzen und eine Süd-, Ost- oder West-Ausrichtung haben. Hauptsächlich arbeite man mit Gemeinden zusammen, man würde sich aber auch privaten Interessenten nicht verschließen.
Die BE-ON sei natürlich an Dachflächen sehr interessiert. Sie würde diese bestücken und an die Eigentümer eine Miete zahlen. Auf eine entsprechende Nachfrage hin, führte Harald Voit aus, das pro Jahr 5 Prozent Rücklagen für den späteren Rückbau der Photovoltaikanlagen angesammelt werden. Diese hätten eine geschätzte Lebensdauer von mindestens 25 Jahren. Da die Anlagen auf kristalliner Basis hergestellt sind, wäre eine Entsorgung leicht möglich, da kein Sondermüll anfalle.
Schwerpunkt der Aktivitäten sei zwar der Betrieb von Photovoltaikanlagen, jedoch würde man sich auch anderen erneuerbaren Energien wie Wind oder Biomasse bei Bedarf natürlich nicht verschließen.





